ORF-ON vom 08.03.2010
geschrieben am 8. März, 2010 um 20:46Auszeichnung für Sozialbetrieb “Radl” – oesterreich.ORF.at
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Auszeichnung für Sozialbetrieb “Radl” – oesterreich.ORF.at
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Am Faschingdienstag haben wir uns im Radl ganz in den Dienst der guten Sache gestellt. Durch großzügige Sachspenden der Konditorei Adolf Appe vom Café Cavallo in Villach, von Martin Wienerroither aus Pörtschach, der Bäckerei Weissensteiner aus Radenthein und dem Kaffeeautomaten-Dienstleister Top Cup konnten wir in Summe € 350.– an die Caritas überweisen!
Hoher Besuch und viele Besucher ließen in uns den Entschluss reifen, diese Aktion demnächst zu wiederholen!
Str. Hilde Schaumberger, Renate Feistritzer, Luzy Triguero
Interview von Arnulf Prasch mit GF Wolfgang Schreiner anläßlich des Radiotages in Villach zum Thema Elektrobikes – Pedelecs und alles um “Das Radl” vom 21.11.2009
Dieser Bericht über Pedelecs (Pedal Electric Cycle), wie der Fachbegriff für elektrisch unterstützte Fahrräder lautet, wurde vom ORF Landesstudio Kärnten bei uns erstellt!
Wiedergabe auf externem Player
ORF-ONLINE Bericht Pedelec vom 16.8.2009 hier >>>
Interview vom 10.08.2009 „Sicherung gegen Krise“ in voller Länge:
Frage Blickpunkt:
Die Krise macht vor Privatpersonen nicht Halt. Immer mehr Menschen sind von Armut betroffen. Um dieser entgegen zu wirken, wurde von den Regierungsparteien eine bedarfsorientierte Mindestsicherung vorgesehen. Die angekündigte Mindestsicherung kommt allerdings später und fällt auch geringer aus als geplant. Die vorgesehenen 733 Euro sollen nun nicht 14 mal, sondern nur 12 mal pro Jahr bundesweit harmonisiert ausbezahlt werden. Ein Umstieg auf 12 Monate könnte, warnt die Armutskonferenz, den positiven Effekt einer bedarfsorientierten Mindestsicherung ad absurdum führen. Halten Sie eine bedarforientierte Mindestsicherung sinnvoll? Sind 733 Euro ausreichend um trotz steigender Lebenserhaltungskosten, damit auszukommen? Glauben Sie, dass es zu einem Missbrauch kommen wird?
Wolfgang Schreiner GF:
Grundsätzlich halte ich eine bedarfsorientierte Mindestsicherung für sinnvoll! Was die Höhe betrifft sollte sie nur für arbeitslose Menschen trotzdem einen Anreiz schaffen, sich z.B. aus unserem Projekt in ein Arbeitsverhältnis entwickeln zu wollen! Hilfe zur Selbsthilfe ist zum Beispiel die Aufgabe unseres Projektes. Trotz Krise gibt es immer noch einen geringen Anteil von Menschen, die unser Bemühen, sie in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren, als „lästige Unterbrechung der Langzeitarbeitslose“ betrachten und beim Vorstellungsgespräch dem zukünftigen Arbeitgeber nicht wirklich Arbeitswilligkeit signalisieren. Aus unserer Erfahrung gibt es natürlich bei diesem, zugegeben kleinen, Prozentsatz ein hohes Maß an Wissen, wie man ohne wirkliches Bemühen zu ausreichend Geld und Unterstützung kommt. Das wirft ein schlechtes Licht auf all jene, die diese Chance gerne nutzen und sich auch redlich bemühen ihre Vergangenheit zu bewältigen; das sind in unserem Projekt in den letzten Jahren immerhin mehr als 80%! Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Menschen arbeitslos werden können; die Krise ist da nur eine momentane „Zusatzerscheinung“. Was allerdings meist zu beobachten ist, ist mangelndes Selbstbewusstsein der Betroffenen und geringe Wertschätzung dieser Personen am Arbeitsmarkt! Jemandem eine Chance geben, auch wenn er in seiner Vergangenheit dunkle Flecken aufweist, ihn trotzdem freundlich und wertschätzend zu behandeln, auch wenn er sich nicht mustergültig verhält, wirkt als Hilfe zur Selbsthilfe und Motivation viel mehr als Geld! Wenn auch finanzielle Hilfen natürlich in gewissem Ausmaß absolut notwendig sind! Was den Missbrauch angeht, kann man ihn schwer vollständig verhindern. Mir scheint aber der Weg, allfällig zusätzlich benötigte Ausgleichsbegehren bedarfskonform einbringen und nachweisen zu müssen, geeigneter, Missbrauch in Grenzen zu halten. Armut ist ein Zustand, der in unseren Breiten eigentlich nicht sein müsste. Wenn man allerdings bei manchen Betroffenen (und leider ruinieren die den Ruf aller) die Prioritäten beachtet (Alkohol und Nikotin vor Lebensmitteln des täglichen Gebrauchs), so würden auch € 1000.- als Mindestsicherung nichts am „Zustand der selbst empfundenen Armut“ dieser Familien ändern. Es sollte außer Frage stehen, dass die lebensnotwendige Versorgung mit Wohnung, Betriebskosten, Essen und den Dingen des täglichen Gebrauchs mit einer bedarfsorientierten Mindestsicherung sicher gestellt sein müssen; ein Handy zählt aus meiner Sicht nicht dazu und dennoch haben ausnahmslos alle unserer betreuten Klienten mindestens ein solches! Wenn wir uns alle die Mühe machen würden hin statt weg zu schauen, könnten wir sehr gut dazu beitragen, dass die Mindestsicherung wirklich jene Menschen bekommen, die sie auch brauchen!
Dr. Uta Thom-Weinstich, Mag. Annemarie Pippan,
GF Wolfgang Schreiner, Radl Dr. Claudia Scheiber v.l.n.r
Die Damen vom Rotary Club Villach Park haben sich nach einem Besuch unseres Hauses spontan bereit erklärt, unsere Sozialarbeit mit einer namhaften Spende zu unterstützen! Damit können wir Mitarbeitern helfen, in besonderen Härtefällen Behelfe oder Anschaffungen zu tätigen, die ihnen beim Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt helfen!
Herzlichen Dank den Spendern!